Dienstag, 31. Januar 2012

Anorexie - und meine Einstellung dazu

Hm... wo fang ich an? :| Das Thema selbst ist extrem intim und ich weiß nicht, ob ich öffentlich dazu stehen will. Ich habe eigentlich keine Lust, dass sich Freunde/Familie um mich Sorgen.


Es geht um meine Einstellung zum Thema Anorexie. Und wo diese Einstellung herkommt. Meine Mutter kennt meine Einstellung zu dem Thema, sie hat nichts dagegen, unterstützt es aber auch nicht weiter.

René habe ich vorgestern davon erzählt und erntete nur entsetztes Kopfschütteln und ein "Wer sowas sagt muss doch echt bescheuert sein".

Hrmpf. Deswegen bin ich mir unsicher, ob ich das veröffentliche oder bleiben lasse. Oder veröffentliche und nur bestimmten Personen zugänglich mache. Whatever.


Ich habe eine Essstörung. Das an sich ist ja nichts neues. Ich bin fett, ich weiß das, es ist seit Jahren so und ich habe immer mal wieder, auch unter ärztlicher Aufsicht, Diäten begonnen. Hielt sich dann immer sehr lange, der Erfolg *hust*.

Es ist nicht so, als würde ich besonders gerne essen. Im Gegenteil. Ich hasse es eigentlich. Vor allem in Gegenwart von Menschen, die ich noch nicht so besonders lange kenne. Ich brauche immer sehr lange, bis ich in Gegenwart anderer Menschen esse. Wenn ich also in deiner Gegenwart esse, lieber Leser, liegt es meistens daran, dass ich dir extrem vertraue. Wenn nicht, kann das auch andere Gründe haben. Wie den folgenden.

Ich weiß nicht, ob es überhaupt irgendjemand anderem so geht. Ich habe bis jetzt noch nie davon gehört, und Lust danach zu googlen habe ich ehrlich gesagt nicht. Es ist so schon belastend genug.

Ich habe eine Stimme in meinem Kopf, die mich ständig dazu drängt, etwas zu mir zu nehmen. Meistens geht es um fettige Sachen, die mich, jetzt wo ich hier sitze und wiedermal den Kampf gegen diese Stimme aufgenommen habe, einfach total anekeln. Im Moment könnte man mir hier eine Pizza hinstellen - wenn es eine von diesen Fertigpizzen wäre, ich müsste kotzen.

Nun... ich hab die Stimme im Grunde schon Ewigkeiten in meinem Kopf. Total verrückt. Kann man sich eigentlich nicht vorstellen, dass da wirklich irgendetwas in einem ist, dass einen quasi ZWINGT etwas zu tun. Es gibt sicherlich Menschen, die Anorexie haben und das nachvollziehen können. Nur, dass es bei denen eben andersherum ist.

(Davon abgesehen möchte ich klarstellen: Anorexie = Hungern, Bulimie = Fressanfall mit Kotzerei hinterher!, nicht verwechseln. Bitte. Da ist ein Himmelweiter Unterschied zwischen!)

Tja. Und was tue ich, um diese Stimme loszuwerden? Um sie zu unterdrücken? Hungern. Ernsthaft. Es ist jetzt sowieso nicht so, als ob ich überhaupt großartig "Hunger" spüren würde. Wenn ihr hört, dass mein Magen grummelt, dann hört ihr das eben. Es ist jetzt aber nicht so, als ob ich da großartig was von spüren würde. Im Gegenteil. Das ist dann ein Moment, wo dieses "Hungergrummeln" die Stimme übertönt. Ein tolles Gefühl :)

Ich merke gerade, es ist extrem schwer, das ganze wirklich so zu beschreiben, wie ich es erlebe. Wie ich es fühle. Ich glaube, da reichen meine Worte auch garnicht für aus. Ich bin ganz klar "gestört", aber ich möchte keine Therapie. Nicht jetzt. Nicht im Moment. Lieber betreibe ich Raubbau an meinem Körper. Bewusst. Weil ich die Hoffnung habe, diesen seltsamen Quälgeist da oben doch loswerden zu können.

Klar, wenn ich etwas in mich reinstopfe gibt er auch Ruhe. Aber so lief das das letzte Jahr über. Und das will ich nicht mehr.

Und schliesslich: ich habe die Selbstverstümmelung und die Depressionen ja auch von "selbst" vertreiben können. Ich brauchte keine Diagnose vom Psychologen um zu wissen, dass das kein Normalzustand ist. Und ich brauchte auch keine Hilfe, um davon loszukommen.

Ich brauchte einfach Zeit. Und die hatte ich. Und die habe ich. Und deswegen: wenn ich nichts esse, esse ich nichts. Nehmt das so hin. Gebt mir Zeit. Irgendwann hör ich auch wieder damit auf und esse normal. Versprochen.

Versprochen.

Manchmal...

...denke ich, es gibt so vieles, worüber ich schreiben könnte. In mir und meiner Gefühlswelt hat sich gerade seit Dezember relativ viel getan. Ich habe, seit wirklich EWIGKEITEN, endlich mal wieder einen besten Freund (<3) und auch so... weiß nicht. Ist schwer zu beschreiben irgendwie.

Ich bin nach wie vor ein Brony. Sogar noch etwas verrückter als im Sommer *kicher*. Mittlerweile bemale ich Blindbag-Ponys und versuche mich gerade auch am nähen eines Exemplares. Mal sehen, was dabei rumkommt O_o"

Dann gibt mein Rechner so langsam den Geist auf. WoW zocken kommt damit nicht mehr wirklich in Frage - er kann das deutlich schlechter als mein altes 1,6 GHz Notebook (Anna dürfte sich sicherlich noch daran erinnern :3)

Tjoa. Ich nehme im Moment ab - was zusätzlich irgendwas in (und hoffentlich auch an) mir verändert o_o" Es ist schon ein leicht... merkwürdiges Gefühl xD Mal sehen, wie weit ich komme. Hoffentlich weiter, als damals <.< (auch wenn es bestimmte Menschen gibt, die mich dafür bestimmt gerne zersägen möchten. Aber... Herzchen, ICH HAB NUNMAL LEIDER NICHT VON HAUS AUS SO EINE FIGUR WIE DU ;_;)

Joa, dann war ich jetzt noch ein paar Tage in Anklam. Was... mich zusätzlich auf den Kopf stellt o_Ô *dem Katerchen ein Herz schick* :3

Und ansonsten? Ist in meinem Leben nichts los XD Es ist echt grausam -_-" Ich möchte endlich wieder irgendwas... tun :/ Alles so doof im Moment...


Aber gibt sich bestimmt wieder. Ich geh dann mal weiter Bewerbungen schreiben :3